Thema des Monats: März 2021


Wozu Bitterstoffe in unserer Ernährung?


Taraxacum officinale

Schafgarbe

Bittere Geschmacksrichtungen sind heute in unserer Ernährung fast nicht mehr vorhanden. Alles ist süß und deshalb viel angenehmer.
Aber ist es auch gesünder? Wofür sind Bitterstoffe wichtig, wobei helfen sie uns?

Bittermittel helfen, neben einer Ernährungsumstellung, die Übersäuerung unseres Körpers durch zuviel Fleisch, Zucker und Getreide zu reduzieren. Auch Störungen im Stoffwechsel, zu wenig Galleflüssigkeit, zu wenig Bauchspeichel können zur Übersäuerung des Körpers beitragen, da die Nahrungsbestandteile nicht richtig aufgeschlüsselt werden können. Auch hier können Bitterstoffe aus der Nahrung helfen.

Die Aufnahme von bitteren Stoffen führt zu folgenden Wirkungen:

  • Appetitanregung, aber ohne Heißhunger auszulösen
  • vermehrte Produktion und Ausschüttung von Speichel, Magensäure, Galle und Bauchspeichel
  • bessere Aufspaltung der Lebensmittel, bessere Resorption von Vitaminen
  • die Magenentleerung wird beschleunigt und die Durchblutung der inneren Organe verbessert

Bitterstoffe regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen stärken die Leber, verbessern den Stoffwechsel und können zur Senkung der Cholesterinwerte beitragen. Ebenso als Tee können die Bitterstoffe aufgenommen werden.

Wichtige Heilpflanzen mit Bitterstoffen:
Angelikawurzel, Kardobenediktenkraut, Enzianwurzel, Kalmuswurzel, Löwenzahn, Schafgarbe, Wegwarte, Wermutkraut

Auch im Salat kann man manche Heilpflanze unterbringen.

Hier noch ein Rezept für einen Löwenzahnsalat:

Zutaten: – 200 g frische, junge, zarte Löwenzahnblätter kleingeschnitten – 750 g gekochte, kleingeschnittene Kartoffeln

Marinade: – 1 mittelgroße Zwiebel kleingehackt – ein Schuss Apfelessig – Kräutersalz und Pfeffer – 4 EL Sesamöl

Die noch heißen Kartoffeln mit den jungen Salatblättern vermischen und 5 Minuten ziehen lassen. Anschließend die Marinade hinzufügen, kurz ziehen lassen und dann genießen! Guten Appetit!