Thema des Monats: März 2018


Warum Kohl bei uns im Winter wächst....


In unseren pflanzlichen Lebensmitteln sind neben den Nährstoffen auch eine Vielzahl von weiteren Wirkstoffen (z.B. Aroma-, Geschmachsstoffe usw.) enthalten. Diese Substanzen, die eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzen, bzw. das Erkrankungsrisiko für Krebs, Diabetes, Verstopfung, Fettstoffwechselstörungen usw. senken können, werden bioaktive Substanzen genannt.
Dazu zählen:

  • Ballaststoffe
  • sekundäre Pflanzenstoffe
  • Substanzen in fermentierten Lebensmitteln.

Über sekundäre Pflanzenstoffe:
Sekundäre Pflanzenstoffe werden von den Pflanzen z.B. als Abwehrstoffe gegen Schädlinge, als Farb- und Duftstoffe, als Wachstumsregulatoren usw. synthetisiert.
Sie kommen in Pflanzen nur in geringen Mengen vor (tgl. Aufnahme bei gemischter Kost ca. 1,5 g), bestehen aus bis zu 10 000 Substanzen und üben pharmakologische Wirkungen aus (z.B. anregende Wirkung des Kaffee).

Gesundheitsfördernde Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen:

  • antioxidativ, antikanzerogen,
  • antimikrobiell, entzündungshemmend,
  • antithrombitisch, verdauungsfördernd,
  • regulieren Blutdruck und Blutzucker,
  • cholesterinsenkend
  • unterstützen das Immunsystem

Sekundäre Pflanzenstoffe: Carotinoide, Phytosterine, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Terpene, Phytoöstrogene u.a.
Im Weißkohl wurden ca. 50 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe entdeckt.

  • Carotinoide sind besonders viel enthalten in Grünkohl, Karotten, Spinat, Kürbis…und wirken im Körper als Antioxidantien, stimulieren das Immunsystem und hemmen die Tumorentwicklung.
  • Glucosinolate kommen vorwiegend bei den Kreuzblütlern vor und bestimmen deren typischen Geschmack (Kresse, Kohl, Senf, Meerrettich). Allerdings vermindert sich beim Kochen der Gehalt auf ca. 50%. Deshalb auch gern mal Rohkost! Glucosinolate und ihre Abbauprodukte haben antikanzerogene und antimikrobielle Wirkung.
  • Phenolsäuren finden sich reichlich im Grünkohl, Weizenvollkorn, Weißkohl und Radieschen und wirken antioxidativ, antikanzerogen und antimikrobiell.
  • Flavonoide (z.B. Quercetin) wirken ebenfalls antikanzerogen und beeinflussen viele weitere Mechanismen im Körper positiv. Sehr viel in Grünkohl enthalten.

Schon im alten Ägypten zählten Kohl, Linsen, Zwiebeln und Knoblauch zu den heilenden Pflanzen. Hippokrates sagte: “Lasst eure Nahrungsmittel eure Heilmittel sein!”.

Sämtliche Kohlarten, insbesondere Grünkohl, Weißkohl und Rosenkohl, sind reich an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen und daher besonders auch im Winter sehr wichtig für uns. Sie unterstützen unser Immunsystem in der kalten Jahreszeit, helfen gegen Bakterien und senken das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken.


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